Erste Bärlesbegegnung!

Von Nadja Muhr"Meine erste Bärlesbegegnung hatte ich am 11.05.2006. Drei Fotos von den Bärles im Bärlauchwald. Da waren sie noch zu zweit und der zauberhafte Igel (mein besonderer Freund) saß vermutlich noch in einer Schublade und erholte sich langsam von seinem schweren Schicksal (zu diesem Zeitpunkt war ihm noch nicht klar, daß ihm durch seine Rettung aus dem WG-Lagerraum-Regal eine große Karriere als Star eines Buches bevorstand!).

Die Bärles-Bilder haben mich von Beginn an verzaubert. Und als ich in den kommenden Monaten und Jahren teilhaben durfte an ihren Abenteuern und neuen Freunden, da habe ich gemerkt, daß ich immer mehr eigene „Bärles-Momente“ hatte. Die Bärles waren ein wenig meine persönlichen Augen-Öffner für besonders schöne Landschaften, für üppige Pflanzen und sonstige Kleinigkeiten, die man gerne übersieht. Der Gedanke „Hier würde es den Bärles auch gefallen“, wenn ich an einem besonders schönen Ort bin, wurde zur Gewohnheit. „Bärles-Orte“ und „Bärles-Momente“ sind für mich ein Symbol geworden für ‚Hier geht es mir gut’ und ‚Hier ist es schön’."

                                                                                                                                                       © Nadja Muhr

Das sind sie: Die ersten Bärles-Bilder. Mich haben sie auch verzückt. Doch der Bärlauch verblüht,  bevor ich Fotos habe, die sich für eine BÄR-lauch Geschichte eignen ;-((  So schnappe ich eines Tages kurzerhand das Mountain-Bike und radle mit den Bärles in den Schönbuch. Wir suchen Pilze und werden fündig. Ich bin sprachlos! Noch nie habe ich einen echten, so großen Fliegenpilz in der Natur gesehen! Ach, und da ist sogar ein oranger Pilz. Was das wohl für eine Sorte ist?  Ich bin begeistert! Während ich staunend die Pilzvielfalt betrachte, hat der kleine Bär schon sein Häuschen gefunden. Ruckzuck entsteht das erste Buch, das Pilzbuch. Und klar, der Fliegenpilz muss in jedem Fall auf's Logo!

Alles Fliegenpilz - oder was ??!

Ich google nach dem orangenen Pilz und lese: Auch Fliegenpilze können so eine Farbe annehmen. Dann, im letztes Jahr bekomme ich einen aufgeregten Telefonanruf: "Frau Volke, wissen Sie eigentlich, was Sie da für einen Pilz fotografiert haben??! Ein Kaiserling! Sie haben einen Kaiserling fotografiert!". Das ist doch der Hammer, ich fotografiere eine kulinarische Rarität! Einfach so!

Wikipedia schreibt: "Dass der Kaiserling ein ganz besonderer Pilz ist, das verrät schon sein Name. In der Antike galt er als so kostbar, dass er Kaisern und den jeweiligen Herrschern vorbehalten war. Heute zählt er zu den beliebtesten Speisepilzen und kommt vor allem rund um das Mittelmeer vor."

Erste Bärlesbücher!

So sahen sie aus, die ersten Bärlesbücher. Handgefertigt, fotografiert im schönen Schönbuch.

Sogar das Kloster in Bebenhausen ist von weitem im Bärlauchbuch zu sehen!

Tübinger Tagblatt: "Am Anfang der zauberhaften Foto-Bilderbücher der Tübinger Autorin und Verlegerin Doris Volke stand der Wunsch nach einem ganz besonderen Geschenk für ein Patenkind. Die begeisterte Fotografin nahm zwei Plüschbären, einen großen und einen kleinen, und ging mit ihnen in den Wald. In den Bärlauch-Wald natürlich, wie es sich für respektable Bären gehört. Entstanden sind aus dieser sehr persönlichen Geschenkidee die Bärles-Momente: fünf wunderschöne Geschenkbücher für kleine Kinder und für das Kind in uns. "                                                                                                      © Andrea Bachmann

Ein besonderes Geschenk für mein Patenkind Samuel in Aachen sollte es werden. Aber ich war traurig, denn ich muss feststellen, dass Samuel gar nicht viel mit der Geschichte anfangen kann. Es lässt ihn völlig kalt! Hätte ich nicht die Erfahrung gemacht, dass es Kinder wie Dominik und Johannes; Erwachsene wie Doro, Nadja und Clarissa gab, die ganz ungewöhnlich von den Geschichten berührt wurden, ich hätte die Idee der Veröffentlichung dieser persönlichen Geschichten wohl nicht weiterverfolgt. 

Top Secret: Badetag!

Plitsch platsch, nach jeder Waldaktion gibt es ein Bad!

 

Mal ehrlich: Hättet Ihr es übers Herz gebracht, die Bärles in die Waschmaschine zu stecken?



Woher kommen die Bärles wirklich?

Wer bis hierher gelesen hat, dem verrate ich, woher die Bärles® wirklich kommen! Das ist nämlich eigentlich mein kleines Geheimnis ;-))


Eines Tages, genau genommen an einem meiner vielen Geburtstage, sitzt plötzlich das kleine Bärle auf meinem Geburtstagstisch. Es hat eine weiße Nachtmütze auf dem Kopf und sieht ziemlich verschlafen aus. In seiner rechten Tatze ist Geburtstagspost für mich! Da steht drauf: „Komm kuscheln!“ Ihr könnt euch vorstellen wie ich mich gefreut habe!

Aber, weil das Bärle noch so müde ist, vielleicht auch, weil mein Geburtstag wie immer an einem Wintertag ist, fällt es bald in einen sehr tiefen, langen Winterschlaf! Es schläft und schläft. Es schläft den ganzen Frühling bis zum nächsten Winter, vorbei an meinem Geburtstag und schläft und schläft. Es schläft nochmals bis zum Frühling und nochmals bis zum nächsten Winter, vorbei an meinem Geburtstag. Es schliefe heute noch, wenn nicht Besuch gekommen wäre… Besuch vom Großen Bär.

Der Große Bär kam einfach so mal vorbei. Das heißt, jemand hat ihn zu uns mitgebracht! Da sitzt er nun, der Große Bär und obwohl noch keine einzige Schneeflocke zu sehen ist, man noch nicht einmal an eine Schneeflocke gedacht hat, da sucht er sich seine Höhle und was macht er?? Was denkt ihr wohl hat der Große Bär gemacht?? Ja, richtig! Er schläft. Er hält Winterschlaf!

Zum Glück ist der Große Bär nicht ganz so müde wie das Kleine Bärle. Er hat auch keine Nachtmütze auf dem Kopf. Wie lange er schläft kann ich euch gar nicht mal sagen. Dann plötzlich, der Große Bär wacht auf!!

Er schaut ängstlich drein und dann weint er! Oh nein, auch das noch, ein weinender Bär. Bären weinen doch nicht. Hab ich gedacht. Habt ihr auch gedacht? Bis ich ihn weinen höre. Ich will doch keinen Weinbär! Was hättet ihr nun mit so einem Großen Weinbär gemacht?? Schlimme Dinge, wie in den Keller sperren? Schlimme Dinge kannte der Große Bär schon, das weiß ich inzwischen. Und ich glaube, deshalb kam er jetzt auch zu mir. Gar nicht so einfach, Große Bären trösten! Da hättet ihr mir bestimmt helfen können. Und dann? War es ganz leicht. Er wollte nur mal auf den Arm. Da fühlt er sich sicher. Er schnieft noch ein bisschen vor sich hin und dann lächelt er sein Bärenlächeln. Aber er bleibt ganz nah bei mir. Lange Zeit weicht er nicht von meiner Seite. Dann auf einmal traut er sich. Er erkundete nun seine Welt alleine und kam immer wieder zurück.

An einem ganz besonderen Tag, da zieht es ihn immer wieder an denselben Platz. Er nimmt mich mit und wir lauschen. Aus einem Schrank hören wir Geräusche, als ob jemand sich im Schlaf umdreht und vor sich hin murmelt. Ob da jemand im Schrank schläft?? Ja, richtig! Das sind Geräusche von einem Bär. Der Große Bär war nun ganz mutig. Vorsichtig sieht er nach, ob das Bärle im Schrank bald  wach wird, und ob es vielleicht mit ihm spielen will.

Er tatzt los. Und er hat es gefunden! War ganz leicht! Er setzt sich ganz nah neben das Bärle. Es ist so klein. Er berührt es vorsichtig mit seiner Bärentatze. Und da ist es passiert. Das Kleine Bärle schlägt die Augen auf und wird hellwach! Es freut sich! Und wie! Es wedelt vor Freude mit den Armen auf und ab. Auch der Große Bär freut sich. Er freut sich still vor sich hin. Das Kleine Bärlewirft seine Nachtmütze vom Kopf und ruft: Ausgeschlafen!

Und hier etwa beginnen die Abenteuer der Beiden. Denn ab jetzt machen sie fast alles gemeinsam. Und wie richtige Bären zieht es sie hinaus in den Wald. Gemeinsam kommen sie immer wieder zurück. Ich freue mich, wenn sie wieder etwas Neues entdeckt und erlebt haben und höre immer aufmerksam zu. So entstanden die Geschichten.

Auf ihrer Entdeckungsreise lernen die Bären Krokodile, Kamele, Igel und andere Bären, sogar Pinguine und Giraffen kennen. Ihre Freunde dürfen sie immer mit nach Hause bringen. Das ist abgemacht. Die gehören dann zur Bärlesfamilie dazu und heißen auch Bärles. Es ist schön, wenn man Freunde hat und wunderschön ist es, wenn man einen so richtigen Bärlesfreund oder Bärlesfreundin hat. Das macht tief innen drin im Herz sehr glücklich. Die Großen und die Kleinen Bären.