Die Bärles in Mosambik!

Der reiselustige kleine Bär fliegt zusammen mit Doris nach Mosambik.

Bald schon findet er zwei neue pelzige Freunde: Eine Giraffe mit einem langen Hals zum Festhalten und ein Elefant. Der ist klasse zum Reiten und nimmt das Bärle überall mit!

Zusammen schauen die Freunde bei "Papa Isufo" zu, wie er Medizin herstellt. Das haben sie noch nie gesehen. Zum Schluss gibt es ein Festessen. Dabei sitzen alle auf einer Matte und jeder isst mit den Händen! Nur Papa Isufo isst mit dem Löffel!


Myriam Wahr mit Doris Volke bei O bom Samaritano in Monapo

Drei Ärzte auf 100.000 Einwohner!

Myriam Wahr lebt seit 2004 in Mosambik. Sie begann in Monapo die Arbeit mit der Natürlichen Medizin und war zuständig für ein Ernährungsprogramm für Waisenbabys und unterernährte Babys.
Nach und nach baute sie im Land Gesundheitsposten auf. Diese Gesundheitsposten werden unter der Leitung von Myriam von Einheimischen selbst errichtet. Die Gesundheitshelfer sind Volontäre.
Die Patienten werden mit natürlicher Medizin nach
Anamed behandelt, die von den Gesundheitshelfern selbst hergestellt wird.

2013 zog sie in den Mossurildistrikt und startete dort die nächste Etappe ihrer Hilfsaktion für die notleidende Bevölkerung. Inzwischen hat sie über 45 Gesundheitsposten errichtet.

Nach Aussagen der WHO gibt es in Mosambik drei Ärzte auf 100.000 Einwohner!

Bom Samaritano wurde von Myriam Wahr gegründet und ist ein Verein im Norden Mosambiks, der den Menschen in Mosambik mit natürlicher Medizin hilft. Das Zentrum der Arbeit befindet sich in Monapo.

Frau Wahr: „Wir unterstützen die Mosambikaner, Gesundheitsposten in entlegenen Dörfern zu errichten. Von den Dörfern selbst ausgesuchte Gesundheitshelfer dürfen an unseren monatlichen Seminaren teilnehmen. Dort lehren wir sie über medizinisch nutzbare Pflanzen, die in Mosambik wachsen. 
Wir schulen, wie die Pflanzen angebaut werden, wie man daraus Medikamente herstellt und wie Kranke damit behandelt werden können. Mit diesem Wissen kehren die Gesundheitshelfer in ihre Dörfer zurück, kultivieren einen Garten und fangen an, für ein geringes Entgelt Kranke zu behandeln. “

Gerne verweise ich auf die Homepage von Myriam Wahr!

Klicke auf die Pflanze, wenn Du mehr über die Arbeit der natürlichen Medizin in Mosambik lesen möchtest:


Erlebnisbericht: Mein letzter Tag in Mosambik

Beschenkt mit kiloweise Bohnen, Maniok und den leckeren, frischen mosambikanischen Erdnüssen bin ich wohlbehalten in Tübingen angekommen. Beinahe hätte ich noch das Huhn mitgebracht, das ich am Tag vor meiner Abreise beim Hausbesuch einer einheimischen „Bibi“ (Oma) geschenkt bekam. „Das musst Du jetzt annehmen!“ Raunzt mir Myriam zu, die mich zum Hausbesuch mitgenommen hat. In dieser Kultur ist ‚höfliches‘ Zieren beim Anbieten eines Geschenkes verletzend und voll daneben. Das habe ich schon gelernt. Also nehme ich dankend an: „Muito obrigado, Muito obrigado“. Ich weiß, ein Huhn zu erhalten ist ein sehr wertvolles Geschenk! Ich bin gerührt! Ich bekomme ein Huhn zum Abschied! Im Auto setzt die „Bibi“ mir das Huhn auf den Schoß. Mit der rechten Hand halte ich es locker am Hals und mit der Linken streife ich vorsichtig die Federn nach innen, so dass Gallina (Huhn auf portugiesisch) auf meiner Hand sitzt und mich nicht verscheißern kann. Sie sitzt friedlich auf meinem Schoß. Es scheint ihr zu gefallen.

„Bibi“, unsere Patientin ist zufrieden. Myriam kann ihr mit natürlicher und klassischer Medizin weiterhelfen. Welch ein Segen! Ihre Augen funkeln lebendig. Und übrigens, den mp3-player, den Myriam ihnen geschenkt hat, hat jetzt der Sohn mit!

Wir fahren. Myriam, ich und das erstaunlich friedliche Huhn. „Adeus!“ „Adeus“ „parapróximo ano“ (bis nächstes Jahr) sagt sie und zwinkert mir zu! „Si, para próximo ano!“ sage ich. Wer weiß!!?

Auszug aus einem Erfahrungsbericht für den Gemeindebrief der Jakobusgemeinde Tübingen